Wie die vielfältige Holzmaserung entsteht

Jeder Baum hat eine charakteristische Holzmaserung

Jedes Stück Holz hat eine andere Holzmaserung. Je genauer man hinschaut, desto leichter kann man die typische Holzmaserung einer Holzsorte erkennen. Aber selbst zwei Stück Holz derselben Holzsorte ähneln sich zwar, aber sind nicht identisch. Holz lebt!

Holz lebt  - und jede Holzmaserung erzählt eine Geschichte

So verschieden die Bäume, so verschieden fallen auch die Maserungen des Holzes aus, wenn es vom Tischler aufgeschnitten wird.

Erle hat zum Beispiel eine sehr charakteristische knollenförmige Holzmaserung, das wirkt auf viele vertraut und gemütlich. Ganz anders, elegant zum Beispiel, wirken dagegen die langen Schwünge eines Stück Ahornholz.

Allen Entwicklungen zum Trotz, scheint die Beständigkeit von Holz nicht aus der Mode gekommen zu sein, was wohl auch seinem gezeichneten Wesenszug zu verdanken ist. Um sozusagen alt wie ein Baum zu werden, bedarf es sehr viel Zeit, also einer Eigenschaft, dem der moderne Mensch teilweise nur noch staunend gegenüberzustehen vermag.

Holz ist lebendig, das macht es so beliebt

Dabei ist unser Faible für die Natürlichkeit ein Maß unserer eigenen Naturbezogenheit und wurde allenfalls vergessen beziehungsweise verdrängt. Die Gedankenlosigkeit, die uns somit aus diesem Paradies verdrängte, ist wie das Für und Wider, mit dem wir jeden Tag aufs Neue unsere eigene Denkfähigkeit geißeln.

Um seinen Lebensabend somit vollends genießen zu können, ist die Art unserer Lebensweise ein weitreichendes Prinzip. Demnach ist es immer besser, die Ruhe des ausklingenden Abends zu genießen. Terrassen bieten die Möglichkeit, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen und dabei in alten Erinnerungen zu schwelgen. Das gezeichnete Holz, dem wir ebenfalls metaphorisch Erinnerungen zugestehen, kommt durch verschiedene Arten von Terrassendielen am ehesten zum Ausdruck.

Die Geschichte von Holz oder wie die Holzmaserung entsteht!

Holz lebt - die typischen Jahresringe

Der Gestus des Holzes ist somit seine Holzmaserung, die den natürlichen Werkstoff vor allem eins, nämlich unvergleichlich macht. Dazu ist einerseits Zeit, als auch der natürliche Wachstumsprozess des Baumes gefragt, der seine Rinde sozusagen stetig erneuert. Dieses aus der eigenen Haut fahren, hat der Baum mit den Reptilien und Insekten gemein, die sich an ihre veränderte Größe stets anpassen müssen.

In der Pflanzenwelt wird somit das Höhenwachstum vom Dickenwachstum unterschieden, welches zwei ganz verschiedene Aufgaben erfüllt. Dient der Umfang des Baumes sozusagen als Stützstruktur und Skelett, in dem wie beim Menschen ein Kreislaufsystem zum Nährstoff- und Wassertransport integriert ist, steht das Höhenwachstum in enger Beziehung mit den jeweiligen Lichtansprüchen der unterschiedlichen Baumarten.

Um z.B. so groß zu werden, wie Hyperion, ein Titan und Vater des Sonnengottes Helios, braucht es somit schon diesen Namen, um als derzeit höchster Baum der Erde weit in den Himmel zu ragen. Der Küstenmammutbaum Sequoia sempervirens ist somit der größte Baum der Erde und gleichermaßen so hoch wie ein Hochhaus.

Jahresringe, die Fingerabdrücke der Zeit!

Zurück zur Maserung bedarf diese nicht nur einer besonderen Holzpflege und Reinigung, sondern ebenfalls viel Zuspruch und Liebe. Um dem Holz etwas Gutes zu tun und seine Haltbarkeit und Langlebigkeit auf Dauer zu erhöhen, stehen dem Holzfreund verschiedene Öle und Wachse zur Verfügung. Jedes dieser Öle hat seine Vor- und Nachteile. Das ist je nach Holz und Öl eine Wissenschaft für sich.

Wie unsere eigene Haut benötigt eben auch jedes Holz unterschiedliche Pflege. Wenn Sie also ein besonderes Holz haben, das sie untersuchen lassen wollen, wenden Sie sich an einen Holz-Fachmann in ihrer Nähe.

Die als Jahresring oder typische Struktur von Jahresringen bekannte Maserung des Holzes kennen Sie bestimmt. Die Maserung entsteht durch das Dickenwachstum unter dem steten Wechsel der vier Jahreszeiten. Damit lässt sich das Alter des Baumes ablesen, aber die Maserung verrät noch mehr.

Sie verrät auch etwas über die Umweltbedingungen, denen sich der jeweilige Baum immer wieder stellen musste. Diese Datierungsverfahren sind Mittelpunkt der Dendrochronologie. Das ist ein Forschungszweig, der gleichzeitig die Fächer Archäologie und Botanik miteinander verknüpft. Ihr zentrales Thema ist es, sich mit den versunkenen Spuren der Zeit auseinandersetzt. Sie findet das für sie interessante Holz vor allem dort, wo es feucht und unter Luftabschluss lange Zeit überdauern konnte.

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