Wäsche richtig waschen - wozu ist das wichtig?

Wäsche richtig waschen - im Fluss

Ach was ist es schön, wenn man morgens aufsteht und mit einem Griff in den Schrank sich frische Wäsche herausholen kann. Doch Wäsche richtig waschen hat ein paar kleine Tücken. Und wenn die Wäsche dann im Laufe der Tage schmutzig wird, landet sie wahrscheinlich in den Wäschekorb, bis dieser voll ist. Das heißt dann, dass wieder mal ein Waschtag eingelegt werden muss.

So ein Waschtag fällt sicherlich unterschiedlich oft an. Das wird abhängig von der Personenzahl in einem Haushalt sein, aber auch davon, wie schnell die Menge an verschmutzter Wäsche entsteht. So oder so, man kommt nicht drumherum, sich damit zu beschäftigen, weil man sonst bald nichts Sauberes mehr zum Anziehen haben wird.

Erfahrene Hausfrauen haben dabei selbstredend ihre Routinen entwickelt, wann und wie sie der Schmutzwäsche Herr werden. Neulinge und Unerfahrene in diesem Bereich könnten sich aber Fragen stellen wie zum Beispiel: Wie wird die Schmutzwäsche richtig sauber und was muss man beim Wäschewaschen alles beachten?

Wäsche waschen in traditionellen Kulturen

In vielen traditionellen Kulturen bedeutete Wäsche richtig waschen eine ziemlich anstrengende Arbeit. Ausnahmslos wohl waren es Frauen und Kinder, welche die Wäsche der ganzen Großfamilie zu waschen hatten. Die Wäsche im Fluss zu waschen und zwar ohne Chemie oder Seife, sondern einfach mit Sand, ist noch heute üblich.

Nicht in Städten natürlich und auch nicht dort, wo die Flüsse verschmutzt sind. Ich habe zum Beispiel Wäsche waschende Frauen im Nordosten von Cuba, an der Mündung eines kleineren Flusses. Oben im Bild Frauen in Vietnam - sie waschen die Wäsche in einem kleinem Fluss, sodass sie mitten im Fluss sitzen können. Sicher solche bei uns in Deutschland schon lange nicht mehr üblichen Methoden die Wäsche zu waschen, rauben einem ziemlich viel Zeit und sind bei kalten Temperaturen ätzend. 

Zur Beruhigung kann man sagen, dass das Wäsche waschen hier heute in Mitteleuropa, mit einer Waschmaschine im Bad, weder anstrengend oder zeitraubend noch kompliziert ist. Mit den wichtigsten Grundlagen und ein wenig Erfahrung wird man recht schnell mit Bettwäsche, Winterjacken und allen anderen Wäschestücken fertig.

Wäsche richtig waschen bringt durchaus Vorteile

Wäsche waschen und an der Luft trocknen

Sich damit zu beschäftigen, wie man richtig Wäsche wäscht, kann viele Vorteile haben. So kann es den Geldbeutel, die eigenen Textilien und darüber hinaus auch die Umwelt schonen. Kleine Fehler unterlaufen einem als Ungeübtem schnell, zum Beispiel beim Zusammenlegen der Wäsche.

Auch haben manche Kleidungsstücke haben besondere Ansprüche. Das zu wissen und zu berücksichtigen ist natürlich wichtig. Sonst kann es passieren, dass Kleidung verfärbt ist oder einläuft. Einlaufen kann vor allem bei Wolle passieren, nämlich bei über 30° Waschtemperatur.

Manche Kleidung ist sogar überhaupt nicht für die Wäsche in der Waschmaschine geeignet. Häufig übersieht man auch den Wäschezettel, der Anhaltspunkte darüber liefert, wie ein Kleidungsstück richtig gereinigt wird. Gerne wird auch viel zu viel Waschmittel benutzt im Glauben, mehr Waschmittel macht auch sauberer.

Wäsche richtig trocknen

Auch beim Wäsche trocknen können Fehler unterlaufen. Beliebt ist es ja, einen Trockner zum Einsatz zu bringen. Man muss nur die Wäsche aus der Waschmaschine in das Gerät stecken, dieses dann anschalten und schon hat man in recht kurzer Zeit trockene und weiche Wäsche.

Oft berücksichtigen viele nicht, dass nicht alle Wäschestücke für den Trockner geeignet sind. Zudem sollte man sich so ein Gerät wohl überlegt anschaffen, da es auch hier Unterschiede gibt, die man berücksichtigen sollte. Zum Beispiel kann eine Online-Testseite für Trockner hilfreich bei der richtigen Entscheidung sein. Man hat zum Beispiel die Wahl zwischen Abluft-, Kondens- und Wärmepumpentrockner.

Natürlich kann man Wäsche auch auf die altmodische Art trocknen. Wenn man einen Garten, Balkon, Keller oder Dachboden zur Verfügung hat, wird dort einfach die Wäsche auf Leinen oder Wäscheständern solange aufgehangen, bis alles von alleine trocken ist. Dies wird zwar länger dauern, spart aber Energie/Strom.

Wenn einem die genannten Bereiche zum Trocknen nicht zur Verfügung stehen, muss die Wäsche in den eigenen vier Wänden trocknen. Leider werden dabei häufig Fehler gemacht, die sogar gesundheitlich bedenklich sind.

Zum Beispiel wird häufig das Fenster geschlossen und die Heizung angeschaltet, damit die Wäsche schneller trocknet. Wenn die Fenster geschlossen bleiben, verdunstetet die Flüssigkeit im Raum und erhöht so die Luftfeuchtigkeit bis zu 30 Prozent. Die Feuchtigkeit kann sich dann an den Wänden absetzen. Das wiederum kann auf längere Zeit hin zur Bildung von Schimmel führen. Damit sich Schimmel nicht bilden kann, muss man eigentlich gar nicht so viel tun. Wäsche sollte dafür nur bei gekippten Fenster aufgehangen werden. Das bedeutet, der Raum muss ausreichend gelüftet werden. Hier ein paar wichtige Waschtipps:

Wäsche richtig sortieren

Beim Wäsche sortieren sollte man nach Farben und Materialien trennen. Wenn die Wäsche richtig sortiert ist, kann im Anschluss der Waschgang optimal an die jeweilige Farbe und das jeweilige Material angepasst werden. Dafür wählt man bei der Waschmaschine ein geeignetes Waschprogramm, eine geeignete Waschtemperatur und das geeignete Waschmittel. Bei der Wäschetrennung sollten Sie zudem auch die Pflegesymbole auf den Wäscheetiketten beachten.

Pflegesymbole richtig deuten

Auf dem jeweiligen Wäscheetikett sind bis zu fünf Pflegesymbole abgebildet. Diese zeigen, bei welcher Temperatur und in welchem Waschgang ein Kleidungsstück gewaschen werden sollte. Mit Hilfe der Waschsymbole kann man die Wäsche optimal sortieren und man weiß auch gleich, welche Temperatur und welches Programm gewählt werden muss.

Wascheinstellungen wählen, beladen und richtig dosieren

Wenn man die richtige Einstellung bei der Waschmaschine wählt, erhält man für die Wäsche die optimale Pflege und Sauberkeit. Neben der Temperatur und dem Programm spielt dabei auch die richtige Einstellung der Waschmaschine eine Rolle. So hat man beispielsweise die Option, eine Vorwäsche dazu zu wählen und die Möglichkeit, die Schleuderdrehzahl anzupassen. Um möglichst wasser- und energieeffizient zu waschen, sollte dafür die Waschmaschine immer optimal beladen werden.

Das heißt, nicht zu voll und nicht zu leer. Zum Gebrauch des Waschmittels lässt sich allgemein sagen, dass Waschpulver eine bessere Waschkraft besitzen soll als Flüssigwaschmittel. Die optimale Dosierung des Waschmittels ist vom Verschmutzungsgrad der Wäsche, der Füllmenge, der Waschmaschine und der örtlichen Wasserhärte abhängig.

Bildquellen / Wäsche richtig waschen

© Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay / Willi Heidelbach auf Pixabay 

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