Ficus Benjamina – ein Exot für Ihr Zuhause

Ein Ficus Benjamina zu Hause im Topf

Der Ficus Benjamina gehört zu den besonders beliebten Zimmerpflanzen bei uns in Deutschland und das schon über lange Zeit. Meist wird er nur kurz: Ficus genannt, was aber nicht ganz korrekt, da nicht eindeutig ist.

Möchten Sie es in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung gerne schön und grün, dann entscheiden Sie sich wahrscheinlich wie viele andere Pflanzenliebhaber auch für exotische Untermieter. Obwohl sich unsere heimische Pflanzenwelt nicht verstecken muss, sind es doch die exotischen Pflanzen, die uns mit ihren besonderen Blättern oder wunderbaren Blüten faszinieren. Das botanisch Exotische ist schon spektakulär, optisch ansprechend und noch dazu pflegeleicht.

Ficus Benjamina – die vielleicht beliebteste Zimmerpflanze

Wohnen ohne Zimmerpflanzen ist für viele Menschen überhaupt nicht vorstellbar. Die Freunde im Topf filtern Schadstoffe aus der Raumluft, sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre und wirken sich positiv auf unsere Stimmung aus. Wie so viele andere Dinge auch unterliegen Zimmerpflanzen Trends. Einmal sind bestimmte Pflanzensorten modern, dann wiederum werden sie in den Hintergrund gedrängt, bis sie einige Jahre später wieder ihr Comeback feiern.

Doch es gibt eine Pflanzengattung, die seit Jahrzehnten in sehr vielen Wohn- und Arbeitsräumen anzutreffen ist. Der Ficus Benjamina oder die Ficus Benjamina, da sind sich sogar die Grammatikgeister nicht einig, trotz allen Moden. Während so manche Trendpflanzen unsere Wohnräume und Büros verschönerten, aber wieder ausquartiert wurden, steht der Ficus, wie er meist kurz genannt wird, immer noch da.

Der robuste Ficus

Die Birkenfeige, zu dieser Pflanzenart zählt der Ficus Benjamina, aus der Familie der Maulbeergewächse hat seine ursprüngliche Heimat in den subtropischen und tropischen Regionen Ostasiens, Ozeaniens und Australiens und ist eine robuste sowie pflegeleichte Pflanze.

Eine Benjamin Pflanze in Natura

Im Sommer freut sich der Ficus, wenn er im Garten oder auf dem Balkon stehen darf. Dabei müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie ihn nicht in die direkte Sonne stellen. Obwohl er aus heißen Ländern stammt, bekommt die Blätter des Ficus leicht einen Sonnenbrand. Der ideale Platz für das Sommerquartier ist nordseitig, aber trotzdem sehr hell. An so einem Platz geht es der Birkenfeige gut und sie treibt im Sommer wunderbar aus.

Im Winter ist der Ficus eine kleine Diva

Trotz seiner Pflegeleichtigkeit und seiner Robustheit zeigt der Ficus im Winter eine gewisse Divenhaftigkeit, die so manchen Hobbygärtner zur Verzweiflung bringen. Der Ficus ist zwar eine der wenigen Pflanzen, die mit trockener Heizungsluft sehr gut zurechtkommen, er leidet aber im Winter unter dem Lichtmangel. Obwohl er meistens vor den Fenstern steht, im Winter herrscht nun mal Lichtmangel.

Würde sich der Ficus seinen Standplatz selbst aussuchen können, in die Nähe von Fenstern würde er sich ganz sicher nicht stellen. Die kalte Luftdusche beim Lüften verträgt er nämlich ganz schlecht. Und beides zusammen – Lichtmangel und schwankende Temperaturen – führen dazu, dass er in der kalten Jahreszeit viele Blätter verliert und wie ein Gerippe aussieht. Das ist leider kein schöner Anblick für Pflanzenfreunde, aber mit Beginn der wärmen Jahreszeit bekommt er wieder zahlreiche neue Blätter.

Die Pflege des Ficus Benjamina im Sommer

Als typischer Waldrand- und Lichtungsbaum füllt sich der Ficus Benjamina im Sommer bei Temperaturen zwischen 22 bis 28 Grad Celsius sehr wohl. Gießen Sie Ihren Ficus im Sommer regelmäßig, lassen Sie aber die Ballenoberfläche immer gut abtrocknen. Fühlt sich die Erdoberfläche noch feucht an, warten Sie mit dem Gießen. Achten Sie außerdem darauf, dass sich im Untersetzer kein Gießwasser befindet, denn Staunässe mag Ihr Ficus Benjamina überhaupt nicht.

Die Pflege des Ficus Benjamina im Winter

Aufgrund der trockenen Heizungsluft braucht Ihre Pflanze im Winter etwas mehr Wasser. Gießen Sie den Ficus öfters, aber wie im Sommer gilt auch im Winter: keine Staunässe und die Erde immer wieder abtrocknen lassen. Die Raumtemperatur darf im Winter nicht unter sechzehn Grad Celsius sinken.

Versorgen Sie Ihren Ficus regelmäßig mit Nährstoffen

Von März bis September düngen Sie Ihren Ficus alle zwei bis drei Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Ein spezieller Pflanzendünger ist nicht erforderlich. Dennoch sollten sie einen qualitativ hochwertigen Zimmerpflanzendünger verwenden. Verschiedene Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass billige Düngungsmittel vom Discounter in Bezug auf die Nährstoffzusammensetzung große Mängel aufweisen. Im Winter reicht es vollkommen aus, wenn Sie Ihren Ficus nur alle sechs bis acht Wochen mit Nährstoffen versorgen.

Welche Blumenerde für den Ficus?

Sie können als Substrat eine herkömmliche Zimmerpflanzenerde verwenden. Wie beim Dünger gilt jedoch auch bei der Blumenerde: Entscheiden Sie sich für Markenprodukte, die aufgrund der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe Ihren Pflanzen einfach guttun.

Entscheiden Sie sich beim Substartkauf immer für ein Substrat ohne Torf. Torf gehört in das Moor und nicht in den Pflanztopf. Wussten Sie, dass beim Abbau von Torf nicht nur ein einzigartiges Ökosystem, sondern auch der Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere zerstört wird? Gleichzeitig wächst die Torfschicht sehr, sehr langsam wieder nach. In 1000 Jahren nur einen Meter.

Sie können selbst Kompost herstellen oder Sie kaufen Substrate mit Ersatzstoffen, wie zum Beispiel Naturton oder Rindenmaterial.

Tipp: Achten Sie beim Kauf von Blumenerde auf die Bezeichnung 100 Prozent torffrei. Steht auf der Packung torfreduziert ist das zu wenig. Selbst wenn Sie Bioerde kaufen, ist das leider auch kein Kriterium, dass Sie wirklich torffreie Blumenerde bekommen. Ein kritischer Blick auf das Kleingedruckte lohnt sich auf jeden Fall.

Ficus Benjamina vermehren

Den Ficus Benjamina können Sie mit Stecklingen ganz einfach vermehren. Stecken Sie zwei bis drei Triebspitzen in einen Pflanztopf mit Anzuchterde. Den Blumentopf decken Sie mit einer Folie ab, damit die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt. Sie können auch die Triebe in ein Gefäß mit Wasser stellen. Sobald sich die ersten Wurzeln zeigen, pflanzen Sie die Stecklinge in einen Topf mit Erde. Schneiden Sie die Steckling etwas zurück, dann bekommt Ihre Pflanze eine dichte Krone.

Die Blüten

So einfach der Ficus Benjamina in der Pflege auch ist, es gelingt in Deutschland sehr, sehr selten, dass sich Blüten bilden. Höchstens im perfekten warmen und hellen Wintergarten. Falls es Ihnen gelingt, Ihre Pflanze zum Erblühen zu bringen, dann können Sie sich in der Zeit von August bis November über glänzende, grüne sowie kugelige Blüten freuen. Aber nur dann, wenn Ihr Ficus Benjamina zwischen fünf und zehn Jahre alt ist. Vorher und nachher blüht die Birkenfeige nicht.

Was Sie noch wissen sollten

  • Die Blüten sind wie alle anderen Teile des Ficus schwach giftig.
  • Halten Sie Kleinkinder und Haustiere deshalb von der Pflanze fern.
  • Möchten Sie Ihren Ficus Benjamina verwöhnen? Dann gönnen Sie ihm ein oder zweimal im Jahr eine Dusche mit lauwarmen Wasser. Ihre Pflanze liebt dieses Wellnessprogramm und dankt es Ihnen mit gesundem Wuchs und vielen neuen Blättern.

Bildquellen:

© Yumi Kimura von flickr.com / Bill Evitts von flickr.com

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