Schädlinge bekämpfen ohne Gift und Chemie

Schädlinge wie diese hier ohne Gift bekämpfen: Eine Motte.
Schädlinge wie diese hier ohne Gift bekämpfen: Eine Motte.

Hausarbeit macht manchem zwar schon, anderen Menschen dafür eher weniger Spaß. Aber ob Lust oder nicht – Putzen, Staubsaugen und Wischen sind wichtig, um das eigene Zuhause in einem hygienisch einwandfreien Zustand zu halten. Hygiene und Prophylaxe helfen nämlich sehr gut, Schädlinge zu bekämpfen und das in der Regel sogar ohne Gift oder Chemie. Auch in der Industrie – allen voran in der Nahrungs- und Lebensmittelindustrie – sind Sauberkeit und Hygiene das A und O. Es gibt dringend einzuhaltende Hygienestandards. Diese sollen verhindern, dass sich Schädlinge in größeren Mengen breit machen können.

Prophylaxe gegen Schädlinge geht vor

Ob Ameisen, Milben und Wanzen oder Mäuse und Ratten – die Frage „Wie kann man Schädlinge im Haushalt bekämpfen?“ beschäftigt viele. Es gibt einige Prophylaxe-Maßnahmen wie etwa, dass man Nudeln, Müsli, Reis und Backzutaten in einer luftdichten Dose aufbewahrt. Wer sich an diese hält, minimiert das Risiko eines Schädlingsbefalls. Was für die eigenen vier Wände gilt, nimmt bei der Produktion von Lebensmitteln nochmal neue Dimensionen an. Auch in der Gastronomie muss man strengste Qualitätsmaßstäbe einhalten und eine effektive Prophylaxe gegen Schädlinge sogar protokollieren. Die Lebensmittelhygiene dient der Sicherheit vor allem der Kunden.

Eine Maus ist niedlich, zwei vielleicht auch, aber viele Mäuse sind für uns Menschen normalerweise Schädlinge.
Eine Maus ist niedlich, zwei vielleicht auch, aber viele Mäuse sind für uns Menschen normalerweise Schädlinge.

Das ist alles andere als eine leichte Aufgabe für ein Unternehmen. Um alle gesetzlichen Vorgaben sicher zu erfüllen, empfiehlt es sich, mit einem fachkundigen Partner zusammenzuarbeiten. Schädlingsbekämpfung fängt nämlich nicht erst dann an, wenn sich Fliegen, Ameisen, Ratten oder Vorratsschädlinge bereits im Betrieb eingenistet haben. Mit einer Schulung kann sichergestellt werden, dass ein Beauftragter für Schädlingsbekämpfung für die Einhaltung entsprechender Vorkehrungen sorgt.

Was es mit digitalem Schädlingsmonitoring auf sich hat

In der Industrie ist das sogenannte Digitale Schädlingsmonitoring auf dem Vormarsch. Ziel dabei ist es, einen Schädlingsbefall so unwahrscheinlich wie möglich zu machen. Dank einer genauen Beobachtung von Schädlingen wie Nagern und Insekten lässt sich herausfinden, wie sie in Gebäude kommen können, wo sie sich aufhalten und wie stark der Befall ist.

Schädlingsbefall kann für ein Unternehmen das Aus bedeuten.
Schädlingsbefall kann für ein Unternehmen das Aus bedeuten.

So lassen sich bauliche Mängel wie undichtes Mauerwerk identifizieren. Gleichzeitig lassen sich Fehler in der Produkt-, Produktions- und Personalhygiene aufdecken und beheben. Ein großer Vorteil des Schädlingsmonitoring ist die Prophylaxe. Mithilfe von Monitoring lassen sich frühzeitig einzelne Schädlinge erkennen. Auf diese Weise kann man eine Vermehrung verhindern, bevor diese außer Kontrolle gerät.

Der erfreuliche Effekt ist dann auch der, dass man auf toxische Köder verzichten kann. Zauberei ist das nicht, längst gibt es giftfreie Monitoring-Köder für Nager, überwachte Schlagfallen für Nager inklusive Köderboxen, Kameras für das Monitoring von Nagern oder auch Fallen für Insekten.

Schädlinge bekämpfen in der Industrie

Schädlingsbefall kann für ein Unternehmen das Aus bedeuten. Eine schnelle und effiziente Bekämpfung der ungebetenen Gäste sollte jedoch auch chemie- und giftfrei sein. Eine Möglichkeit bietet die sogenannte Wärmeentwesung, die auf dem Prinzip der Denaturierung basiert. Motten, Reismehlkäfer und weitere Insekten lassen sich bekämpfen, indem man die Umgebungstemperatur konstant zwischen 50 und 60 °C hält. Solche Temperaturen überleben Insekten nicht. Anwenden kann man es freilich nicht zu Hause, aber immerhin in vielen Unternehmen.

Auch das Dismate-Verfahren gilt als pestizidfreie Bekämpfungsvariante und kann beim Befall von Motten eingesetzt werden. Indem Pheromone kontinuierlich und großflächig in einem Betrieb ausgebracht werden, wird das Männchen daran gehindert, ein Weibchen zu finden. Im Idealfall findet das Männchen in seiner kurzen Lebensspanne gar kein Weibchen. Oder er findet es nur zeitverzögert, wodurch es keine oder nur sehr wenige Eier ablegen kann.

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