Grillkunst – eine Archaische Kulturtechnik

Richtig grillen

Richtig grillen ist eine Frage der Grillkunst, die man gern zelebrieren möchte. Denn es gibt nicht nur eine Art zu richtig zu grillen.

Ganz im Gegenteil. Grillen gehört zu den ältesten Kulturtechniken. Die Grillkunst in ihrer archaischen Ausdrucksform als Braten des erlegten Wildes über dem Feuer ist universell und war der logische Schritt nach der Entdeckung des Feuers.

Dabei war das gemeinsame Mahl am Feuer, das im Winter zusätzlichen Schutz vor der Kälte bot, der Höhepunkt und die Belohnung nach den Abenteuern der Jagd. Es war ein heiteres, geselliges, gemütliches und zeremonielles Ereignis und gehörte zu den absoluten Highlights im Leben eines Urmenschen.

Warum die Grillkunst in allen Formen so populär ist

Insofern ist es nicht erstaunlich, dass das Grillen diverse Urbedürfnisse im Menschen anspricht. Richtig grillen ist ein Korrektiv für den postindustriellen Verblendungszusammenhang und wird umso intensiver genossen.

Richtig grillen

Mal wieder richtig grillen verspricht trotz der unvermeidlichen Smartphones einen zumindest zeitweisen Austritt aus der hochgradig technisierten Lebenswelt. Ab und zu gehen gerade moderne Menschen wieder gern auf Tuchfühlung zu ihren natürlichen Wurzeln.

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Die Unterscheidbarkeit von Grillkulturen

Die Grillkunst in den unterschiedlichen Kulturen hat sich weitgehend unabhängig voneinander entwickelt. Daher hat sich auf dem Planeten eine attraktive Vielfalt an unterschiedlichen Grillstilen herausgebildet.

Die Parameter, um die Grillkunst in den einzelnen Länder zu beschreiben, sind verschieden. Da wäre die Art des verwendeten Fleisches, die Beschaffenheit der Saucen und Gewürze, die Nutzung des Rauches für den Geschmack, die Ausrüstung sowie die für das Grillen genutzte Zeit. Unser kleiner Exkurs soll Ihnen die einzelnen Grillkulturen etwas näher bringen.

Richtig grillen in den USA – Barbecue

Mit dem Barbecue (auch: BBQ) hat sich in den USA eine vielseitige Grillkultur herausgeschält, die viele regionale Besonderheiten aufweist. Verbindendes Element sind die XXL-Portionen, die in gigantischen Burgern, Steaks und Fritten zum Ausdruck kommen.

Typisch ist ebenfalls ein reger Gebrauch des amerikanischen Gemüses. Kartoffeln, Tomaten, Mais, Kürbis und vielen neuartige Bohnen bereicherten einst als Kolonialwaren die europäische Küche. Kennzeichnend für den Barbecue ist auch, dass das Fleisch nicht voll durchgebraten wird und damit einen zarten Geschmack beibehält.

Grillkunst in Südafrika

Auch in Südafrika hat das gemeinsame Grillen – das Braai – eine große Bedeutung. Es gibt sogar einen ganz dem Grillen gewidmeten Jahrestag an jedem 24.September. Dieser Tag ist der Braai-Day. Der Braai-Day ist ein großes Volksfest, bei dem sich das ganze Volk dem Vergnügen richtig grillen auf südafrikanische Art widmet.

Typisch für das Grillen auf südafrikanisch ist die konsequente Verwendung von Holz, wobei dafür meist Holz vom heimischen Kameldorn genutzt wird. Kunstprodukte wie Anzünder, Brickets und Kohle sind verbannt, weil man es in Südafrika urtümlich schätzt.

Spektakulär beim Braai sind die exotischen Tierarten auf dem Grill, denn auf dem Braai landen auch Tiere wie das Krokodil, der Strauß, der Impala und das Kudu. Eine beliebte Beilage ist mit Geelrys ein mit Zimt, Zucker, Kardamon, Salz und Kurkuma gewürzter gelber Reis mit Rosinen.

Als Gewürze werden bevorzugt Paprika, Minze, Chutney, Ingwer und Koriander verwendet. Braai nimmt im Leben der Südafrikaner einen hohen Stellenwert ein, sodass für das gemeinsame Grillen gern auch mal ein ganzer Sonntag investiert wird.

Vielfalt beim Grillen ist Trumpf in Südostasien

Wer schon einmal in Südostasien war, ist immer wieder erstaunt über die vielen Garküchen in den Straßenzügen. Dabei handelt es sich meistens um familiengeführte Kleinstbetriebe. Diese unterstreichen den Hang der Menschen zur Selbstständigkeit, ihr hohes Maß an Geschäftstüchtigkeit, aber auch ihre Liebe zum richtigen grillen.

Fisch und Meeresfrüchte spielen in südostasiatischen Ländern wegen der räumlichen Nähe zum Pazifik eine große Rolle. Aber es landen auch Huhn, Ente, Schwein, Rind und auch kleinere Tiere auf dem Rost.

Asiaten mögen ihr Essen aufgrund der Harmonielehre ihrer Kultur ausgewogen, weswegen ein hoher Anteil an Beilagen aus Reis und Gemüse auffällt. Ein beliebtes Reisgericht ist zum Beispiel Khao Dome aus Indonesien, ein in Bananenblättern gegrillter Kokosmilchreis.

Unnachahmlich sind auch die Geschmacksnoten, die durch typische südostasiatische Gewürze erzeugt werden. Dazu gehören Ingwer, Koriander, Chili, Kokosnussmilch und Sojasauce, während gegrillte Bananen, Mangos und Ananas für eine fruchtige Alternative sorgen.

Bildquellen:
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