Herbstzeit ist Kürbiszeit

Herbstzeit ist Kürbiszeit - und Erntezeit

Jedes Jahr im Herbst ist Kürbiszeit. Die gelb orange leuchtenden Kugeln sind reif und warten darauf, geerntet zu werden.

Wer kräftige Gemüsesorten liebt, freut sich schon den ganzen Sommer darauf, dass die gelben, orangen oder hellgrünen Früchte endlich wieder Saison haben.

Botanisch korrekt, dürften wir die Kürbisse gar nicht als Gemüse bezeichnen, denn der Kürbis zählt zur Familie der Beeren. Zugegeben, Beeren mit extrem harter Schale, die nur mit einem Messer entfernt werden kann.

Eine Ausnahme ist die Sorte Hokkaido. Beim Hokkaido brauchen Sie die Schale vor dem Kochen nicht entfernen, denn diese wird beim Garen weich.

In der Kürbiszeit können Sie viele Kürbisse verarbeiten

Herbstzeit ist Kürbiszeit - und HalloweenDie vielseitigen Kürbisse sind wahre Multitalente in der Küche. Sie können nicht nur das Fruchtfleisch zu köstlichen Gerichten verarbeiten, auch mit den gerösteten Kernen lässt sich viel machen. Ob würzige Knabberei, gesundes Öl oder knackiges Topping, die Kerne sind ein wichtiger Vitamin- und Enzymlieferant.

Kürbisse selbst pflanzen

Im Herbst die Kürbisse zu pflanzen wäre keine gute Idee, aber nächstes Frühjahr können Sie Kürbisse in Ihrem Garten pflanzen.

Bereits Ende März dürfen Sie die Pflänzchen ins Freiland setzen. Kürbisse lieben einen nährstoffreichen Boden. Vergessen Sie auch nicht, die Kürbispflanze regelmäßig zu düngen.

Tipp: Kürbisse bilden große Blätter. Am besten ist es, wenn Sie die Pflanzen vor den Komposthaufen setzen. So bekommen die Pflanzen ausreichend Nährstoffe und die großen Blätter eignen sich gut zum Verstecken des optisch nicht so hübschen Komposthaufens.

Die Geschichte der Kürbisgewächse

Lange Zeit wurde angenommen, dass Kürbisse seit 5000 vor Christus angepflanzt wurden. Erst später fand man Samen, die darauf hindeuten, dass Kürbisse auf rund 10.000 vor Christus zu datieren sind. Auch wenn über das Datum keine Einigkeit herrscht, über eines ist man sich inzwischen einig.

Kürbisse wurden nur zum Zwecke der Samengewinnung kultiviert. Das Fleisch des Kürbis fand erst viel später Verwendung.

Der Grund dafür war, dass die Samen keine Bitterstoffe enthalten, das Fleisch jedoch schon. Deshalb wurden nur die nahrhaften Samen verwendet. Im Vergleich zu anderen Pflanzen dauerte es gar nicht lange, bis die Kürbissamen zu uns nach Europa gelangten.

Die Heimat unseres Gartenkürbis ist ursprünglich Mexiko und der Süden Amerikas. Durch neue Züchtungen gelang es, die Bitterstoffe aus dem Fruchtfleisch zu entfernen und der Kürbis trat seinen Siegeszug als gesundes und kalorienarmes Gemüse an.

Kürbisse wachsen heute in fast allen warmen Gebieten der Erde. Hauptproduzent ist China mit 30 Prozent der Weltkürbisernte.

Die Vielfalt an Varietäten ist enorm

Es gibt so viele unterschiedliche Sorten, von rund über länglich bis hin zum knallgelben Spaghettikürbis.

Die wichtigsten Speisekürbisse im Überblick:

  • Hakkaido
  • Butternuss
  • Muskat
  • Spaghettikürbis
  • Eichelkürbis
  • Patisson
  • Bischofsmütze

In der Küche

Kürbisse können Sie kochen, dünsten, backen, braten oder grillen. Kürbissuppe, Bällchen oder Pommes, der Kürbis eignet sich als leckeres Hauptgerichte genauso gut, wie für Süßspeisen.

Kurioses rund um den Kürbis

Kennen Sie das Kürbis weit werfen oder die Prämierung des größten Kürbis? Im Jahr 2012 wog der schwerste Kürbis 1054,01 Kilogramm im Jahr 2016 lag der Weltrekord bei 1190,5 Kilogramm.

In der Natur- und Volksheilkunde kommt der Kürbis heute noch zum Einsatz und in den USA ist Thanksgiving ohne Pumpkin Pie, dem Kürbiskuchen, gar nicht vorstellbar.

Der Kürbis als beliebte Dekoration

Mit Kürbissen bekommen Sie eine hübsche herbstliche Dekoration. Im Haus, im Garten oder auf dem Balkon, Kürbisse in Gruppen drapiert oder gemeinsam mit Herbstpflanzen in einer Schale kombiniert, die leuchtenden Farben garantieren gute Laune selbst an trüben Herbsttagen.

Nicht zu vergessen, Halloween ohne einen geschnitzten und verzierten Kürbis macht nur halb so viel Spaß.

Haben Sie jetzt Lust auf Kürbis? Sie müssen nicht bis nächstes Jahr auf Ihre eigene Ernte warten, Kürbisse bekommen Sie in jedem Lebensmittelladen, auf Märkten und sogar online können Sie das gesunde und wohlschmeckende Gemüse bestellen.

Trocken und kühl gelagert, halten Kürbisse monatelang. Angeschnittene Kürbisse wickeln Sie in Frischhaltefolie und lagern sie im Kühlschrank. Sie können das Fruchtfleisch auch geschnitten, geraspelt oder püriert portionsweise einfrieren.

Vorschläge für Kürbisgerichte

Kürbis harmoniert sehr gut mit Fleisch. Deshalb wird der Kürbis, falls er nicht zu einer Suppe verkocht wird, gerne als Beilage zu Fleischgerichten serviert.

Immer mehr Menschen verzichten jedoch auf Fleisch oder reduzieren aus verschiedenen Gründen den Fleischgenuss. Der Kürbis eignet sich hervorragend für vegetarische Köstlichkeiten. Probieren Sie doch einmal ein Kürbisrisotto oder eine Kürbis-Galette nach französischer Art.

Bildquellen / Kürbiszeit:

Bild von Sabrina Ripke auf Pixabay
Bild von Benjamin Balazs auf Pixabay

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