Pflegeleichte Pflanzen für die Wohnung gibt es eine ganze Menge

Roter Hibiskus - eine schöne und pflegeleichte Zimmerpflanze

Pflanzen in der Wohnung beleben unseren Alltag - selbst wenn er mal triste oder anstrengend erscheinen sollte.

Denn Zimmerpflanzen sind halt Lebewesen - was sie uns auch zeigen, spätestens wenn sie sich nicht ausreichend versorgt fühlen.

Anders als einen Schrank oder einen Teppich können wir die allerwenigsten Pflanzen, ob großblättrig oder kleinblättrig, Sonne- oder Schattenliebend, nicht einfach mal ein halbes Jahr allein lassen. 

Anders herum: Ohne Pflanzen um uns herum fehlt uns etwas.

Denn etwas Grünes, Lebendiges gehört zum Leben des Menschen einfach dazu. Ihre organischen Formen, ihr Farbenspiel in Licht und Schatten, ihre natürliche Schönheit und Anmut - all das überträgt sich auf unser Gemüt und stimmt uns ein wenig fröhlicher.

Ein Büro zum Beispiel, in welchem keine Pflanzen stehen, wirkt trostlos, unnatürlich und der Mensch fühlt sich wesentlich unwohler. Deshalb holen wir uns gerne eine Stückchen Natur dazu, wenigstens so weit das möglich ist. 

Drei Tipps, wie Sie mit Ihren Zimmerpflanzen umgehen können, damit Ihre Wohnung lebendiger machen: 

1. Üppige Blumenfenster

Üppiges BlumenfensterIn gar mancher Wohnung stehen zwar einige oder sogar recht viele Topfpflanzen und doch wirkt die Wohnung seltsam steril und leblos - ganz so als wären diese Pflanzen irgendwie - doch keine Lebewesen.

Das kann zum Beispiel in großen modern und funktional eingerichteten Wohnungen der Fall sein, in denen nicht selten Blumentöpfe wie auch die Grünpflanzen dem Zweck der Luftverbesserung und Dekoration dienen. 

Dann ist es häufig der Fall, dass die Pflanzen tatsächlich wie dekorative Möbelstücke einzeln platziert werden - dort wo noch etwas hin muss zum Beispiel. Oder gar sie werden gänzlich lieblos im Raum verteilt - Hauptsache, sie erfüllen ihren Zweck der Luftverbesserung. 

Viel lebendiger wirken üppige Blumenfenster. Ganz abgesehen davon, dass fast alle Zimmerpflanzen besser gedeihen, wenn sie in der Nähe eines Fensters stehen, sodass sie ausreichend bekommen, wirkt ein Fenster voller grüner oder sogar blühender Pflanzen ganz von allein als Insel, in dem die Gesetze des einfachen Lebens wirken können. 

Die einzelnen Pflanzen werden dann weniger nach optischen Effekten gruppiert, sondern danach, wie viel Licht oder Schatten sie brauchen. Oder auch danach, wie gut sie miteinander harmonieren. 

Natürlich müssen Sie dafür die Zimmerpflanzen, die am oder in der Nähe des Fensters stehen, mit der Zeit gut kennen lernen. Manch eine Pflanze nimmt den anderen zu viel Licht weg und sollte dann vielleicht gekürzt oder auch etwas abseits der anderen Pflanzen gestellt werden. Manch eine Pflanze liebt es gar nicht, direkt am Fenster zu stehen, sodass sie besser im Schatten von sonnenhungrigen Pflanzen ihren Platz findet. 

2. Viele pflegeleichte Pflanzen 

gestreifte Orchideen-blüteEinige tropische Pflanzen wie etwa die Kakao-Pflanze oder auch Orangen-Bäumchen, Kaffee-Pflanzen etc. brauchen sehr viel Licht und Wärme. Sie sind zwar mitunter sehr attraktiv, aber müssen, damit sie gedeihen, im Winter mit künstlichem Licht versorgt werden.

Solche Pflanzen brauchen sehr viel Aufmerksamkeit - sodass Sie sich nicht allzu viele davon halten werden wollen. Zudem müssen sie eher extra gestellt werden, was ihnen leicht den Flair von etwas recht Künstlichem verleihen kann. 

Mehr Freude werden Sie in der Regel mit vielen pflegeleichten Pflanzen haben, die mitunter sogar ein eigenes kleines Ökosystem bilden, von dem Sie einiges lernen können. Und diese - mehr oder weniger - pflegeleichten Pflanzen, die für das Zimmer bzw. die Wohnung geeignet sind, sind deutlich in der Überzahl.

Hier eine kleine Liste von Pflanzen, die wenig Pflege brauchen und dennoch nicht nach typischen Büro-Pflanzen aussehen: 

Hibiskus - mein Top-Favorit. Der Hibiskus wächst und blüht bei genügend Sonnenlicht ausgesprochen üppig - fast das ganze Jahr lang, im Sommer natürlich viel mehr als im Winter. An Pflege braucht er nur ausreichend Wasser und je nach Wachstumsphase ein bis vier mal im Monat ein wenig flüssigen Dünger ins Gießwasser. Neben seiner Blütenpracht ist das besonders Schöne am Hibiskus, dass er rechtzeitig die Blätter hängen lässt, wenn er anfängt, durstig zu werden.

Haben Sie den Hibiskus immer gut im Auge und ihn nach und nach kennen gelernt, können Sie sich darauf verlassen, dass er Ihnen einfach zeigt, was er braucht. Nur Achtung: Bei den meisten anderen Zimmerpflanzen ist das nicht so, Hängen die Blätter, ist es schon höchste Eisenbahn oder vielleicht sogar schon zu spät. 

Elefantenfuß - Favorit Nr. 2. Extrem pflegeleicht und ebenso dekorativ - beeindruckend ist der Elefantenfuß. Er stammt aus der Wüste und braucht daher nur sehr sehr wenig Wasser. Und doch ist er ein üppiges Gewächs, dass wie eine Mischung aus Farn und Palme wirkt. Hat ein Elefantenfuß ausreichend Licht - er gedeiht zum Beispiel direkt am Ostfenster wunderbar - gießen Sie ihn am besten im Winter fast gar nicht und des Sommers gönnen Sie ihm einfach ab und an (einmal pro Woche reicht) eine kleine Regenzeit. 

Kokospalme - Favorit Nr. 3. Ich würde es nicht auf alle Palmensorten verallgemeinern - aber doch auf die weit verbreitete Kokospalme: Sie können mit ihr kaum etwas falsch machen, wenn Sie nur etwa ein mal pro Woche im Winter bis einmal täglich im Sommer ausreichend Wasser und - ähnlich wie der Hibiskus - ab und zu etwas Dünger bekommt.

In einem sonnigen Raum braucht die Kokospalme auch nicht direkt am Fenster stehen, es reicht - ein zwei Meter Abstand sind vielleicht ideal, aber solange sie nicht im Schatten eines Schrankes oder anderer Möbelstücke steht, ist der Kokospalme jeder Platz recht. 

Orchidee - Favorit Nr. 4. Zu den pflegeleichten und zudem sehr attraktiven Zimmerpflanzen gehört auch jeden Fall auch die Orchidee. Allersdings braucht man schon ein Händchen, um sie regelmäßig zu üppiger Blüte zu bringen. 

Und im Winter: Ebenfalls wenig Pflege braucht der Ritterstern, auch als Amaryllis bekannt. Anders als die meisten Zimmerpflanzen ruht der Ritterstern im Sommer und blüht im Winter. 

3. Schöne passende Blumenkübel

Pflanzkübel aus EdelstahlÜbertöpfe bzw. Pflanzenkübel brauchen Sie auf jeden Fall, damit Ihre Zimmerpflanzen weder nasse Füße bekommen, was sie fast alle nicht mögen, noch zu schnell austrocknen, was den meisten Ihrer grünen Freunde auf Dauer auch nicht gehagt. Aber welche nehmen? 

  • Pflanzenkübel aus Kunststoff. Pflanzenkübel aus Kunststoff nehmen den Pflanzen oft ihren natürlichen Charme und passen oft auch nicht zu den Möbeln. Dass sie künstlich und daher schon unpassend wirken als Übertopf für Ihre grünen Mitbewohner, liegt eh in der Natur ihrer Herkunft. Optisch können sie natürlich - je nachdem, wie sie aussehen, auch voll ok sein. 
     
  • Pflanzenkübel aus Ton. Anders sieht es mit Ton aus. Pflanzenkübel aus Ton sind ein echter Klassiker für Ihre Zimmerpflanzen, weil das Material ebenfalls natürlich wirkt. Ähnliches gilt für Pflanzenkübel aus Korb oder Rattan. Auch sie wirken natürlich und harmonisieren mit der Pflanze.
     
  • Pflanzenkübel aus Edelstahl. Auch sehr schön kann eine ganz andere Richtung sein - nämlich Pflanzenkübel aus Edelstahl. Auch diese sind leicht zu pflegen, zeitlos, sehen edel aus und geben einem Pflanzenarrangement mitunter einen gewissen Pfiff. 

    Warum? Weil der Kontrast der organischen Form der Pflanze und einem massiven Pflanzenkübel aus Edelstahl im Endeffekt sehr harmonisch wirken kann und sowohl die Pflanze als auch den Kübel unterstreicht. Auf die richtige Weise arrangiert kommt man schnell zu dem Eindruck, dass dieser Kontrast fantastisch wirken kann. 

Welche Kübel auch immer - in jedem Fall sollten Sie die Blumenkübel Ihren Bedürfnissen und denen der Zimmerpflanzen anpassen und keinesfalls umgekehrt einen schönen teuren Kübel kaufen und dann den Rest - Pflanzen eingeschlossen - als passendes Drumrum hin her schieben. 

Bildquellen: 

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