Die Motte kommt selten allein

Die Motte gilt heute als Schädling

Die Motte ist anders als ihre Verwandten, die Schmetterlinge, kein besonders gern gesehenes Tier in unseren Landen.

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der in den Plagegeistern der Motten etwas Positives sieht.

Das ist auch kein Wunder, schließlich kontaminieren die Motten Lebensmittel und können Allergien und Krankheiten auslösen.

Die Motte nistet sich auch in Kleidung und Textilien ein und macht diese unbrauchbar bzw. nicht mehr vorzeigbar.

Es ist auch diese Wucht der Motten, die Erschrecken auslöst.

Denn die Motte kommt nicht allein.

Sobald ein ganzes Nest schlüpft, ist es meist schon zu spät.

Die Funktion der Motte in der Evolution

Nicht immer waren Motten ausschließlich die Feinde der Menschen. Bis zur Sesshaftwerdung der Menschen haben sie den Urmenschen genützt, indem sie vorzugsweise die alten und vergilbten Fell- und Stoffhaare gefressen haben und somit als eine Art natürliche Waschmaschine für den Menschen fungierten.

Dadurch hielten sie die Felle der Menschen relativ sauber und rein und hielten Krankheitserreger vom Menschen fern. Heute benötigt der Mensch dafür natürlich nicht mehr die Motte. Das ist der Grund, warum es zu dem Umschwung in der Bewertung kam. Aus dem Freund und Helfer wurde ein lästiger Plagegeist.

Die Motte als Tierart

Die Motte gilt heute als SchädlingDie Motte gehört zur Gattung der Schmetterlinge. Die viel gepriesene Schönheit der Falter ist an ihnen aber weitgehend vorübergegangen. Eine Motte wirkt bei einer Länge von nur sechs bis neun Millimeter und einer Flügelspannbreite von höchstens 14 Millimetern klein und unscheinbar.

Dazu trägt auch ihre blasse gelbliche Farbe bei, durch die eine Motte, vor allem in Ruheposition, leicht übersehen werden kann. Motten haben nach dem Schlüpfen aus dem Ei nur noch eine Lebenserwartung von rund 16 Tagen.

In dieser Zeit legen die Weibchen allerdings 200 bis 500 Eier. Diese liegen nun durchschnittlich für ein Jahr im Mottennest. Erst dann werden aus den Eiern nach den Zuständen von Larve und Puppe die kleinen Falter. Eine einzelne Motte im Haus ist also ein ernstes Warnsignal, dass sich wahrscheinlich im ganzen Haus irgendwo ein Mottennest als tickende Zeitbombe verbirgt.

Die Vorlieben der Motten

Kenntnisse über die Vorlieben der Motte helfen bei der Gefahrenabwehr. So ist es hilfreich zu wissen, dass Textilmotten vor allem ruhende Kleidung befallen, die in dunklen Räumlichkeiten wie einem Kleiderschrank gelagert sind. Da deren Larven Keratin zum Wachstum benötigen, sind vor allem Kleidungsstücke aus tierischen Produkten wie Wolle, Pelz und Leder gefährdet. Diese Fasern dienen den Motten nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als Baumaterial für ihren Kokon.

Motten, die sich von Lebensmitteln ernähren, zieht es ebenfalls zu unbeweglichem Material an dunklen Orten. Deswegen nisten sie sich bevorzugt in Verpackungen von Mehl, Gewürzen, Müslis und vielem mehr ein und verbreiten dort ihre Brut. Im Umkehrschluss heißt dies, dass viel Bewegungen im Haus wie zum Beispiel Staubsaugen sowie helle Lichtverhältnisse ein wirksames Gegenmittel gegen die Mottenplage sind.

Der Einsatz von Insektiziden und Alternativen

Es ist eine unerwünschte Nebenwirkung des verstärkten ökologischen Bewusstseins, dass durch die Verringerung von Insektiziden und Pestiziden die Motten wieder verstärkt aufgetreten sind. Die chemische Keule hat sich gegen Motten als sehr wirksam herausgestellt, doch gibt es auch sanftere Methoden, die Motten einzudämmen.

Motten können nämlich nur unter klimatischen Bedingungen von -15 Grad und 60 Grad Celsius überleben. Akut und prophylaktisch können Kleider und Lebensmittel für eine Woche im Gefrierschrank aufbewahrt werden, Kleider können bei Temperaturen über 60 Grad gewaschen und es kann mit einem sehr heißen Föhn hantiert werden.

Die Abneigung der Motten gegenüber dem Licht kann insbesondere durch den Einfluss von Sonnenlicht ausgenutzt werden. Wird die Kleidung länger dem Sonnenlicht ausgesetzt, sterben die dort befindlichen Motten ab.

Auch im Handel sind Gegenmittel gegen Motten erhältlich, die nicht mit Insektiziden und Pestiziden arbeiten. So kann den Motten mit Schlupfwespen und Pheromon-Lockstofffallen zu Leibe gerückt werden. Des Weiteren sind Hausmittel wie Natron, Nelken, Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin, Zitronenöl, Lorbeerblätter und vieles mehr gegen Motten wirksam, die ihrer Vorlieben zum Trotz im Kern sensible Tiere sind.

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